Umweltschutz und Naturverbundenheit in unserer Kita

Wir sind hier bei den Kleinen Borstelern ganz eng mit der Natur und dadurch natürlich auch mit dem Thema Umweltschutz verbunden.

Unsere naturverbundene pädagogische Arbeit und unser tägliches Leben im Kindergarten gehen dabei Hand in Hand. So können die Kinder ganz selbstverständlich erleben, wie man im Einklang mit der Natur lebt und handelt.

Im Büro und beim Malen benutzen wir umweltfreundliches Papier aus recyceltem Material. Nicht mehr benötigtes bedrucktes Papier wird von der Rückseite als Schmierpapier, Essenspläne, Elternbriefe etc. verwendet. Letzteres versenden wir ausschließlich per Mail und hängen ein Exemplar an unser schwarzes Brett, um unnötige Papierberge zu vermeiden. Leere Verpackungen aller Art wandern zum Basteln ins Atelier.

Natürlich trennen wir mit den Kindern unseren Müll und benutzen dafür nur Mülltüten, die sich selbst auflösen oder aus recyceltem Plastik sind. Läuft einmal die Nase, gibt es Taschentücherboxen aus Papier mit Taschentüchern aus Recyclingpapier. In unserer Küche gibt es keine Topfschwämme, wenig benutzte Recycling-Küchenrollen, nur ökologische Geschirrspülmittel und hochwertige energie- und wassersparende Küchengeräte. Gleiches gilt für unsere Waschküche, in der wir unsere Stoffhandtücher waschen.

Jedes Jahr nehmen wir mit den Kindern an „Hamburg räumt auf“ teil und sammeln fleißig Müllsack um Müllsack. Wir bauen uns ein Müllmobil und machen uns auf an den Flusslauf oder den Kreisel vor dem Friedhof um alles wieder Müllfrei zu bekommen. Gemeinsam besuchen wir einen Recyclinghof und lassen uns kindgerecht erklären, wie das so mit der Mülltrennung genau funktioniert.

Bei den gemeinsamen Mahlzeiten steht Nachhaltigkeit genauso weit oben auf unserer Liste wie leckeres Essen und gemütliches Klönen. Wir trinken Leitungswasser und benutzen einen Wassersprudler. Wir essen von Porzellangeschirr und schenken unsere Getränke aus Glaskaraffen ein.

Unsere Lebensmittel sind ausschließlich Bio. Wir kaufen unser Biobrot (hauptsächlich Vollkorn) beim Hofladen in Klein Borstel. Genauso wie Biokäse und leckere Bioeier für unser Schlemmerfrühstück am Mittwoch. Unser toller Essenslieferant bringt regionales Bioessen zu den Kleinen Borstelern. Außerdem liefert er uns leckeres Bio-Obst und -Rohkost für unser Frühstück und Mittagessen.

Ein besonderes Highlight ist es für die Kinder, wenn wir selbst etwas Leckeres zubereiten können und dafür bieten wir gerne und oft Gelegenheiten. Unsere Getreidemühle hilft beim Backen, die Haferflockenquetsche beschert uns leckeres Müsli. Wir bereiten frischen Tee mit Kräutern aus unserem selbstangelegten Garten zu. Dort pflücken wir auch unseren gesäten Salat und tolles Gemüse. Da rupfen und waschen wir, stellen ein köstliches Dressing oder Kräuterquark zu den frisch geernteten Kartoffeln her und genießen gemeinsam die zubereiteten Köstlichkeiten.

Unser Garten und dessen Pflege ist ein wichtiger Pfeiler in unserem Kindergartenleben. Wir begrüßen unsere Stammgäste wie die Nachbarskatze und die Vögel, die in unseren Vogelhäusern nisten und im Winter von uns selbstgemachte Meisenknödel bekommen. Wir fegen die Blätter und zupfen das Unkraut und die Kinder freuen sich jedes Jahr, wenn wir im Frühling gemeinsam entscheiden, was ausgesät und eingepflanzt wird: Kartoffeln, Radieschen, Kürbis, Tomaten, Möhren, Erbsen, Gurken, Zucchini, Bohnen, Kohlrabi und unterschiedliche Kräuter und Beeren. Schon im März stehen unsere Fensterbänke voll mit den vorbereiteten Töpfchen, in denen die ersten Samen gezogen werden. Die Kinder beobachten die zarten Pflänzchen dabei ganz genau und erfahren, was es braucht, damit sie sich gut entwickeln können: Wärme, Licht, Wasser und Aufmerksamkeit. Sind die Setzlinge groß genug, pflanzen wir sie in den Garten und dürfen auch welche mit nach Hause nehmen. Im Herbst wird das geduldige Warten belohnt und groß geerntet. Auch Äpfel hält der Garten für uns bereit. Wir backen Apfelkuchen oder stellen Kompott her. Die Weinbeeren vor dem Haus werden gepflückt und wir kochen daraus leckeres Gelee, das es dann das ganze Jahr über jeden Mittwoch zum Schlemmerfrühstück gibt. Der obligatorische Riesenkürbis, den wir allerdings im Dorf kaufen gehen, darf natürlich nicht fehlen. Wir höhlen ihn gemeinsam aus, schenken ihm ein lustiges Gesicht und machen eine leckere Suppe, die es nach dem Laternelaufen im November gibt. Die Kürbiskerne rösten wir und knuspern sie zum Nachtisch nach dem Mittagessen. An Ostern sähen wir Kresse aus und kaufen einen Osterstrauß, um die Forsythien dabei zu beobachten, wie sie sich analog zur Natur draußen langsam aus dem Winterschlaf schälen.

Wir sind so gerne Draußen! Umwelterfahrungen und in der Natur sein – bei Wind und Wetter – ist für uns ganz wichtig. Dafür gehen wir gemeinsam zum Flusslauf, in den Wald oder auch in die Drachenschlucht. Wir stehen mit den Füßen im Wasser, strecken uns den ersten warmen Sonnenstrahlen entgegen, beobachten Kaulquappen und Frösche, sammeln Blätter, Kastanien, Eicheln Nüsse und kleben sie zurück im Kindergarten auf, um sie gemeinsam zu benennen. Dabei wird uns immer wieder klar, wie wichtig es ist, auf unsere wunderbare Natur, die uns das ganze Kindergartenjahr über so reich beschenkt, gut Acht zu geben und sie zu beschützen.