Unser Konzept

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Der Verein Kindergruppe Bantschowstraße e.V.

Der Kindergarten Die Kleinen Borsteler ist eine langjährig gewachsene Elterninitiative in Klein Borstel, Ohlsdorf.
Träger ist der Verein Kindergruppe Bantschowstraße e.V., welcher sich 1984 dem Paritätischen Verband angeschlossen hat.

Die Lage: Der Verein wurde 1981 in der Bantschowstraße gegründet. Er liegt seit 2007 im Friedhofsweg 7, in unmittelbarer Nähe zum Ohlsdorfer Friedhof. Ebenso nahe ist die Ortsmitte, in der neben einigen Geschäften auch die S-Bahnstation Kornweg zu finden ist.

Der Verein: Mitglieder des Vereins Kindergruppe Bantschowstraße e.V. sind alle Eltern und Mitarbeiter des Kindergartens.
Der Vereinsvorstand, kümmert sich um Mitarbeiterbelange, Finanzen und verwaltet die Kitagutscheine.
Jedes Jahr im Herbst richtet der Verein ein großes Straßenfest für den Kindergarten aus. Dieses vereint mit Flohmarktständen, Kinderspielen und Leckereien das Dorf miteinander.
Die Eltern: Als Grundlage für eine gut funktionierende Zusammenarbeit benötigt es regelmäßigen Austausch, Offenheit und Vertrauen. Durch die tägliche Nähe und eine vertrauensvolle Atmosphäre haben wir die Möglichkeit, persönlich und individuell aufeinander zu- und einzugehen. Jährliche Gespräche über den Entwicklungsstand des Kindes werden gemeinsam geführt und die Eltern können jederzeit bei Bedarf auf das Team zukommen.
Einige Aufgaben und Positionen werden von Eltern übernommen, so z.B. die Vorstandsämter. Kleinere Aufgaben wie z.B. Einkäufe sind Möglichkeiten sich einzubringen. Sie bieten den Eltern die Chance sich mit dem Kindergarten zu identifizieren.
Regelmäßige Elternabende und eine jährliche Mitgliedervollversammlung sind Pflichtveranstaltungen für alle Eltern.
Einmal jährlich ist das Straßenfest zu organisieren. Jede Familie trägt durch die Übernahme von unterschiedlichen Aufgaben/Aktivitäten zum Gelingen des Festes bei.
Elterndienste im monatlichen Rhythmus sind ein fester Bestandteil der täglichen Arbeit. Somit ist eine stete Transparenz unserer Pädagogik gewährleistet und wir lernen uns alle gut kennen.
Die in dieser Einrichtung geleistete Elternmitarbeit begreifen wir als verlässliche Unterstützung unseres pädagogischen Tuns.

Das Team: Eine vertrauensvolle familiäre Atmosphäre, wird von zwei engagierten liebevollen Erzieherinnen geschaffen, die viel Wert auf Beziehung und Gemeinschaft legen.
Das partnerschaftliche Miteinander ist geprägt von einer fröhlichen, respektvollen und klaren Haltung dem Kind gegenüber, die Grundlage der pädagogischen Arbeit ist.
Wir nehmen Kinder ernst und begegnen uns gegenseitig auf einer wertschätzenden Ebene.
20 Kinder im Alter von 3-6 Jahren können hier in angstfreier, geschützter Umgebung ihre Entwicklungsschritte gehen und sich ausprobieren.
Dabei können sie Spaß, Freude und Leichtigkeit in der Gemeinschaft finden, sich jedoch auch mit negativen Gefühlen in vertrauensvoller Umgebung aufgehoben fühlen.

Unser Bild vom Kind

Kindheit ist ein Wunder das durch Staunen, Entdecken und Ausprobieren geprägt sein sollte, denn jede selbstgemachte Erfahrung bleibt erhalten.
Jedes Kind braucht soziale und emotionale Sicherheit um angstfrei handeln zu können.
Hierfür ist Raum und Zeit erforderlich um Gruppenerfahrungen auch auf altershomogener Ebene zu sammeln, Freunde zu finden und sich vergleichen zu können.
Wir sehen Kinder als eigenständige und völlig unterschiedliche Individuen die jeden Tag Neues erleben, neue Erfahrungen machen und mit uns als verlässliche Partner ihr Selbstbewusstsein finden und stärken.
Kinder benötigen einen Vertrauensvorschuss. Dies bedeutet, dass der Erwachsene Zutrauen in die Fähigkeiten und Stärken des Kindes hat, und sie so selber wachsen lässt.
Hierbei liegt es in unserer Verantwortung die Kinder vor negativen Einwirkungen zu schützen und ggf. Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Alle Kinder haben großes Potenzial und sie entfalteten sich durch Partner die sie so annehmen wie sie sind.

Sozialer Rahmen - Struktur

Der Kindergarten ist von Montag bis Freitag von 8.00 – 14.00 Uhr geöffnet.
Der Tagesablauf bietet den Kindern Struktur, Orientierung und Sicherheit. Er ermöglicht ihnen sich zurecht zu finden und den Tag aktiv mit zu gestalten.
Kinder erfahren hier eine hohe Mitbeteiligung und haben eine große Auswahlmöglichkeit an Themen und Projektarbeiten.
Ihren Bedürfnissen entsprechend stehen ihnen hierfür unterschiedliche Räumlichkeiten zur Verfügung: ein Außenbereich mit Flusslauf, Sandkiste, Fußballplatz, Kletterbereich und Beet, ein Atelier zum Werken und kreativsein, ein Gruppenraum mit Rollenspielbereich und Bücherecke, ein Bauraum, eine Küche und eine Garderobe mit eigenen Fächern.
Des Weiteren steht uns der Gemeinderaum einmal wöchentlich zum Turnen zur Verfügung.
Die Geschäfte im Dorfkern nutzen wir regelmäßig und halten Kontakt.
Ausflüge sowohl kultureller als auch naturbezogener Art finden im Stadtteil und darüber hinaus statt.

Sozialer Rahmen - Tagesablauf und Wochenstruktur

08.00 – 08.15 Uhr – Bringzeit und Frühstücksvorbereitung
08.30 – 09.15 Uhr – Morgentreff
09.15 – 10.00 Uhr – Frühstück und Zähneputzen
10.00 Uhr – Programmpunkt siehe Wochenstruktur
12.00 Uhr – Mittagessen
12.45 – 13.00 Uhr – Abholzeit 1
13.00 – 13.45 Uhr – Spätdienst
13.45 – 14.00 Uhr – Abholzeit 2

Montag: Ausflug
Dienstag: Turnen und Kleingruppenarbeit
Mittwoch: Portfolioarbeit
Donnerstag: Musik
Freitag: Einzelgruppentreffen

Sozialer Rahmen - Wie wir arbeiten

In Anlehnung an die HHBE stellen wir im Folgenden unsere Arbeit dar:

Wir möchten ein freudvolles Miteinander schaffen in dem sich Kinder, Eltern und Erzieher angenommen und wohl fühlen.
Durch gleichberechtigte Ansprache und einen wertschätzenden Umgang werden wir aus einem sozialen Gefüge zu einer Gruppe, in der die Bedürfnisse des Einzelnen wichtig sind.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Förderung der Selbständigkeit, wofür Zeit und Zutrauen wichtige Bestandteile sind. „Du schaffst das!“, ist ein häufig genutzter Satz dessen Ergebnis so manches Kind sich selbst überraschen lässt.

Wir verwenden viel Zeit für Konfliktlösungen, die wir mit Worten und helfenden Taten anstreben. Wir begleiten die Kinder durch die Konfliktsituation und dabei gilt: soviel Hilfe wie nötig, sowenig wie möglich.

Bei unserem Morgentreff und allen anderen Gruppenbesprechungen hat jedes Kind die Möglichkeit sich zu beteiligen. Kommunikation ist ein wichtiger Bestandteil des sozialen Miteinanders. Freies Sprechen vor der Gruppe kann hier im eigenen Tempo ausprobiert und erlernt werden. Das stärkt das Selbstbewusstsein und ist eine gute Grundlage für die Schule.

Spielen hat einen großen Stellenwert für uns und stellt hohe Anforderungen an die Kinder. Keine andere angeleitete Situation/Programm fordert soviel Eigeninitiative wie das selbstorganisierte Spiel.
Im Spiel lernen Kinder sich an Regeln zu halten, sich zu konzentrieren, auf ein Ziel hin zu arbeiten, zu gewinnen und zu verlieren. Sie erleben sich als Teil einer sozialen Gemeinschaft, verhalten sich nach gemeinsam erstellten Regeln und haben die Möglichkeit Erlebtes zu verarbeiten.
Sie erlernen Rücksichtnahme und Fairness, schulen ihre Sinne und trainieren Muskeln, Bewegungsabläufe und Geschicklichkeit.
Kinder lernen spielend.

Viele Rituale begleiten uns durch den Kindergartenalltag und geben den Kindern Orientierung und Sicherheit. Bei den morgendlichen Verabschiedungen hat jedes Kind sein eigenes individuelles Ritual gefunden, während die Geburtstagsfeiern sehr geprägt sind von einem gemeinsamen festen Ablauf. Die Rituale entstehen durch die Bedürfnisse der Kinder.

Musik finden wir an vielen Stellen des Tagesablaufes. Im Morgenkreis wird gesungen und getanzt. Hierbei werden die Kinder spielerisch an Reime, Rhythmus und an die Koordination von Sprache und Bewegung herangeführt. Einmal wöchentlich kommt eine Musikpädagogin, die den Kindern unterschiedlichste Musikinstrumente näher bringt. Des weiteren stehen unsere Musikinstrumente mit Aufforderungscharakter zur freien Verfügung.

Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Diesem werden wir durch unsere Wochenstruktur gerecht, in der wir sowohl Außenaktivitäten, als auch gezielte Bewegungsangebote ermöglichen. Die Kinder können jederzeit unser Außengelände nutzen, einmal wöchentlich gehen wir zum Turnen in den Gemeinderaum und es finden regelmäßige Ausflüge statt. Wir legen Wert auf wandelbares und bewegungsaufforderndes Spielzeug.
In dem eigenen Bewegungsablauf kann das Kind sich selber spüren, den Körper kennen lernen und Selbsteinschätzung üben. Bewegung und Kognition, wozu Sprache und logisches Denken zählen, sind eng miteinander verbunden. Kinder die sich viel bewegen sind auch beweglich im Kopf.

Kinder haben viele Interessen, welche wir gerne aufgreifen und die je nach Intensität zu Projektarbeit führen können. Hierbei bringen die Kinder ihre Ideen ein, sie forschen und experimentieren mit ihren eigenen Vorstellungen als Grundlage und bekommen von uns Freiraum und Unterstützung dafür.
Die Aufgabe des Erziehers besteht darin sich zurück zu nehmen (Erwachsene wissen, dass Rot und Blau Lila ergibt), genau hinzuhören, zu beobachten und in ihrem Lernen zu begleiten. Die Kinder entdecken die Welt mit ihren Augen und erarbeiten sich Erkenntnisse.
Wichtige Themen werden auch vom Team eingebracht, z.B. Feuerwehr, Hilfe finden, Naturpädagogik, etc.

Da Klein Borstel wenige ausländische Mitbürger hat, ist es schwer Kinder unterschiedlicher Kulturen zusammen zu bringen. Mit PraktikantInnen anderer Herkunft legen wir Schwerpunkte durch Projektarbeiten, die wir mit Liedern, Spielen und Gerichten füllen. Sensibilisierung für Individualität, andere Religionen, Andersartigkeit in jeglicher Hinsicht wird von uns akzeptiert und als Bereicherung genutzt.

Jedes Kind hat einen eigenen Ordner über den es selber bestimmen kann. Dieser Ordner ist privat und im Besitz des Kindes. Darin können eigene Entwicklungsschritte dokumentiert und in unterschiedlichster Form abgeheftet werden. Dazu zählen Selbstbildnisse, Fotos, Kinderinterviews, gemalte und gezeichnete Bilder und selbsterzählte Geschichten. Diese Selbstdokumentation nennen wir Portfolioarbeit. Sie bietet dem Kind die Möglichkeit eigene Entwicklungsschritte zu erkennen, auf Erlerntes stolz zu sein, sich zu erinnern und auf Wunsch zu präsentieren.

Das Atelier ist unsere Schatzkammer. Dort befinden sich vielfältige Materialien auf Augenhöhe, die den Kindern zur freien Verfügung stehen und ihre Kreativität anregen. Dieser Raum wird täglich genutzt und es gibt Platz zum Werken, Basteln, Malen, Experimentieren und Präsentieren.

Es gibt zwei Mahlzeiten im Kindergartentag, die einen großen Stellenwert haben. Das Frühstück wird von den Kindern selbst vorbereitet. Dies bedeutet, dass Tisch von allen für alle gedeckt wird. Wir achten auf gesunde Zutaten und genügend Obst und Gemüse.
Das Mittagessen wird uns geliefert. Es wird zu 100 % aus Bio-Lebensmitteln zubereitet.
Für das gemeinsame Essen nehmen wir uns Zeit, da viele Gespräche entstehen die uns als Gruppe noch näher zusammenbringen und da die Kinder lernen dürfen, ihr Brot selber zu streichen.

Unsere Arbeit wird durch die Jahreszeiten begleitet, die wir auch durch verschiedene Rituale feiern. Unterschiedliche Feste, Gartenarbeiten und Ausflüge durch die Natur lassen uns das Jahr bewusst wahrnehmen und Veränderung spüren.

Sozialer Rahmen - Eingewöhnung und Abschied

Eine wichtige Zeit im Jahr ist die Eingewöhnung der neuen Kinder nach der Sommerpause. Hier werden die Grundlagen für eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Kindern, Eltern und Erziehern geschaffen. Wir legen Wert auf eine sanfte Eingewöhnung, in der wir alle Zeit haben uns kennen zu lernen. Diese gestaltet sich für jedes Kind sehr individuell.
Genauso wichtig ist die Zeit des Abschieds vor der Einschulung. Das Thema „Ich gehe nächstes Jahr zur Schule“ beginnt schon früh bei den Kindern. Wir greifen das Thema auf und geben den Kindern die Möglichkeit sich innerlich auf den großen Schritt vorzubereiten. Durch gemeinsame Gespräche finden auch die jüngeren Kinder Orientierung und gestalten den Ablöseprozess aktiv mit. Es wird für jeden Schulanfänger ein Abschieds-T-Shirt und ein individuelles Fotoalbum erstellt.
Auf dem Sommerabschiedsfest werden alle Schulanfänger gefeiert und beschenkt.

Sozialer Rahmen - Vorschularbeit

Die „Vorschularbeit“ fängt bei uns am ersten Kindergartentag an und wird deswegen nicht als „Vorschularbeit“ sondern als „Vor-Schularbeit“ bezeichnet.
Wir sehen die Kindergartenzeit als ganzheitlichen Entwicklungsprozess, in dem die Kinder Kompetenzen in unterschiedlichsten Bereichen erwerben und festigen. Grundlagen fürs Leben werden von den Kindern erarbeitet.
Wir nehmen uns Zeit und schaffen Freiräume für individuelle Interessen, zum forschen, ausprobieren und Themen aufbereiten. Spezielle Projekte (z.B. Hundeführerschein, Mutkurs), Ausflüge und regelmäßige Treffen tragen dazu bei, dass unsere Kinder sich als Vorschulkinder begreifen.
Den Übergang in die Schule leiten wir behutsam durch Schulbesuche ein, die positiv unterstützt werden durch ehemalige Kindergartenkinder, welche jetzt in der Schule sind.
Unsere Kinder sollen ein gerades Rückgrat bekommen, um alles was auf sie zukommt meistern zu können.

Die Hamburger Bildungsempfehlungen

Die Hamburger Bildungsempfehlungen (HHBE) haben den Anspruch, den in der Praxis Tätigen Orientierung für die qualitativ hochwertige pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen zu geben und gleichzeitig Impulse für die stetige Weiterentwicklung zu setzen.

(HHBE Seite 7 Überarbeitete Auflage von 2013)
Die folgenden Kompetenzen bezeichnen die Zielrichtung für das pädagogische Handeln, das allen Kindern ermöglichen soll sich diese anzueignen und so in verschiedenen Situationen des Lebens selbständig und verantwortungsbewusst zu handeln.

Die Kompetenz-Bereiche der HHBE:

Ich- Kompetenz
Soziale Kompetenz
Sachkompetenz
Lernmethodische Kompetenz
finden sich in unserer Arbeit wieder und werden von uns anders strukturiert:

Emotionale Kompetenz
Soziale Kompetenz
Kognitive Kompetenz
Leistungskompetenz
und um einen Bereich erweitert:

Motorische Kompetenz
Emotionale Kompetenz
Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein bilden die Basis für emotionale Kompetenz:
Eigene Gefühle wahrnehmen und einordnen können, differenzieren und unterscheiden

Empathie, eigene Gefühle ausdrücken und Gefühle anderer wahrnehmen können.
Das erwerben der Frustrationstoleranz durch Umgang mit Frust.
Bindungs- und Beziehungsfähigkeiten sind Voraussetzungen um in einer Gruppe seinen Platz zu finden.
Unabhängigkeit, sich alleine zurecht zu finden.
Sicherheit, z.B. durch Erfolgserlebnisse eigener Entscheidungen.
Soziale Kompetenz
Soziale Kompetenz beinhaltet die angemessene Anwendung von motorischen, geistigen und emotionalen Verhaltensweisen, Fähigkeiten und Einstellungen. Diese Kompetenz braucht das Kind, um sich erfolgreich mit wichtigen Lebenssituationen auseinander zu setzen.
Dazu gehören

Regelkompetenz: Verständnis, Umgang und Einhaltung von Regeln
Hilfe holen, Hilfe geben: Aufeinander achten, Initiative zeigen und Verantwortung übernehmen
Kulturkompetenz: Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Theaterbesuche, Natur, fremden Menschen, anderen Kulturen
Wissen einfordern, Neugier: Fragen, Experimentieren, Forschen, sich die Welt erarbeiten können
Trennungen bewältigen können: Alleine ohne Eltern Entwicklungsschritte wagen
Selbständige Kontaktaufnahme: Andere Ansprechen und sich Hilfe holen können, eigenständig ins Spiel kommen
Rücksichtnahme: Grenzen anderer erkennen, respektieren und Rücksicht nehmen
Durchsetzungsvermögen: Kraft eigene Ziele und Bedürfnisse zu verfolgen und deutlich zu machen
Konfliktbereitschaft /Bewältigung: Konflikte erkennen, sich darauf einlassen und sie lösen
Kognitive Kompetenz
Alles was mit dem Kopf und dem Geist gemacht wird, kann man nur anregen, damit es sich entfaltet.

Das Gras wächst nicht wenn man daran zieht.
Fantasie: Grundlage für Kreativität, ist wichtig für unterschiedliche Bereiche, z.B. Wahrnehmen, Handeln und Planen
Sprache: Zur Mitteilung von Gefühlen und Bedürfnissen, um in soziale Interaktion zu kommen
Malen, Zeichnen: Vorstellungen aus dem Kopf zu Papier bringen
Mengenauffassung, Formen erkennen, Farben unterscheiden
Differenzierung
Orientierungssinn: Sich in der Welt zurecht zu finden, den Überblick haben, z.B. Straßenverkehr, wissen wo die Schuhe sind, Wochentage, Uhrzeiten
Leistungskompetenz
Schulfähigkeit bedeutet, lern- und leistungsbereit zu sein.

Interesse, Neugier, Motivation: Einfordern und zeigen von Wissen, Lust auf Schule
Konzentration, Durchhaltevermögen (Sammlung): Eigene Aufmerksamkeit steuern können
Selbststrukturierung, eigene Pläne umsetzen: Eigenständigkeit und Organisation
Engagiert sein, Ausdauer: Aufgaben einfordern und mitdenken
Motorische Kompetenz
Motorik ist die Lehre von den Bewegungsfunktionen und eng mit der Sprachentwicklung verbunden.

Gute feinmotorische Fähigkeiten: Sie sind wichtig für das selber Anziehen, Stifthaltung, Schneiden
Auge – Hand Koordination: Ist wichtig für alle Tätigkeiten mit der Hand, z.B. Schreiben
Kraftdosierung: Für die Kontrolle der Körperspannung, wie viel Kraft brauche ich für welche Tätigkeit, z.B. Schreiben, Zähne putzen, Rangeln
Rechts – Links Dominanz: Bringt eine klare innere Orientierung, welche Tätigkeiten mit welcher Hand ausgeführt werden, Zusammenspiel der Gehirnhälften
Auditive Funktion – Hören: Wichtige Form der Wahrnehmung in Koordination mit Bewegung
Ein vollständiges Körperbild: Eigenwahrnehmung, Identitätsfindung
Gleichgewicht, Balance: Standfestigkeit, die innere Haltung wirkt sich auch auf die äußerliche Bewegungssicherheit aus
Impulskontrolle: Eigene Reaktionen kontrollieren, angemessen auf Impulse reagieren, sich selber stoppen und Langeweile aushalten

Bildungsbereiche in unserer Kita

In unserem Tagesablauf finden sich die sieben einzelnen Bildungsbereiche der HHBE wieder. Innerhalb dieser Bildungsbereiche können die Kinder ihre Kompetenzen erwerben. Hier sind ein paar Beispiele.

Körper, Bewegung und Gesundheit

Ganztägig geöffnetes und viel genutztes Außengelände
Regelmäßige Ausflüge zum Spielplatz und Flusslauf
Wöchentliches Turnen
Zähneputzen, Händewaschen
Bewegungsspiele im Morgentreff
Gemütliches, gesundes bewusstes Essen
Kartoffelernte, setzten, Unkraut jäten, ausbuddeln, und verarbeiten
Traubenernte und Weiterverarbeitung vom eigenen Baum

Soziale und kulturelle Umwelt

Konfliktlösung
Rollenspiele, Freispiel
Elbwichtelkonzerte der Hamburger Camerata
Hausbesuche bei den Kindern
Praktikantinnen aus anderen Ländern
Mahlzeiten
Interaktionen der Kinder untereinander im Tagesablauf
Straßenfest

Kommunikation: Sprachen, Schriftkultur und Medien

Portfolioarbeit
Erzählrunden
Buchvorlesungen, Fachliteratur
Singen im Morgentreff, Tischsprüche
Computernutzung als Unterstützung zum Forschen

Bildnerisches Gestalten

Künstlerisches Gestalten im Atelier, Basteln, Malen und Werken
Sandkistenarbeit, Sandtisch
Teppichbude, Lego, Bauklötze, konstruieren mit Polster
Unfertiges, wandelbares Spielzeug

Musik

Wöchentliche Musikstunde mit einer Musikpädagogin
Morgentreff: Spiele, Reime und Lieder
Liedermappen der Kinder
Frei zugängliche Instrumente
Elbwichtelkonzerte der Hamburger Camerata
Weihnachtsaufführung
Mathematik

Anwesenheitsfeststellung im Morgentreff, Ausflüge
Getränke und Essen einfüllen, abmessen
Tischdecken, Teller zuordnen
Abzählreime
Mappenführung Portfolio
Ordnen, Aufräumen, Grössen vergleichen, sortieren, differenzieren
Geometrische Polster

Natur – Umwelt – Technik

Pflanzen
Gartenarbeit
Ausflüge in die Natur
Museumsbesuche
Jahreszeitliche Aktionen
Wir wohnen Tür an Tür mit der Gärtnerei

© Ann-Katrin Grude und Christina Nohren, für den Kindergarten Die Kleinen Borsteler Kindergruppe Bantschowstraße e.V, Mai 2014